【 DOCK 】Kunstraum

【 FUTURE ARCHIVE 】

Mo. 01. Januar – Di. 31. Dezember

RECHERCHE

Als schweizweit einzigartige Plattform ermöglicht DOCK seit nun über 10 Jahren niederschwellige und kritische Zugänge zur zeitgenössischen Kunst in Basel und Region. Im direkten Austausch mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, ob Fachpublikum oder Quartierbevölkerung, agiert DOCK als Informationsplattform und lädt Interessierte dazu ein, sich im Archiv und bei Ausstellungen über das aktuelle Kunstschaffen der Region zu informieren, bei Diskursveranstaltungen in einen direkten Kontakt mit Künstler:innen zu treten und bei Vermittlungsprojekten selbst eine aktive Rolle einzunehmen.

Nach vielen Jahren der organischen Entwicklung ist es an der Zeit, die gewachsenen Strukturen nach ihrer Aktualität hinzubefragen und eine Phase der Transformation anzustossen. Unter dem Titel «Future Archive» geht es in den kommenden drei Jahren an die Wurzel von DOCK: das zeitgenössische Kunstarchiv. In einem künstlerischen und kollektiven Erforschungsprozess möchten wir herausfinden, wie sich ein lebendiges Kunstarchiv der Zukunft entfalten kann. Dabei sollen insbesondere auch das transdisziplinäre Netzwerken, die partizipative Co-Kreation und der eigene Anspruch an Diversität gestärkt werden. Mit konstanten Dienstleistungen, in neuen Formaten und durch experimentelle Vermittlungsgefässe tragen immer wieder neue Personen ihre Perspektiven bei, bringen sich in die Programmgestaltung ein.

Im 2024 liegt der Fokus auf der Stärkung von DOCK als hybride Netzwerkplattform. Dabei steht die Rolle derjenigen im Fokus, die das Archiv für die Recherche nutzen und die Frage, wie diese die künstlerischen Positionen, die sich in den Boxen versammeln, vollumfänglich erfahren können. Künstler:innen, kreative Archivar:innen, Forschende und Interessierte kommen in diesem Jahr zusammen, um vielfältige und eigene Formen des Archivierens und dessen Vermittlung miteinander zu teilen.

Zeichnung von Sara Grütter

【 Wer ist, was macht und wie funktioniert Off-Space? 】

Do. 14. März

19.00 Uhr

ONE NIGHT

Themenabend zu Geschichte und Zustand der künstlerischen Selbstorganisation in der Schweiz

Basierend auf der Forschungspublikation «Unabhängig, prekär, professionell: Künstlerische Selbstorganisation in der Schweiz» von Rachel Mader und Pablo Müller werden im Austausch mit Vertreter:innen und Akteur:innen aus Basel wichtige Fragen reflektiert.

Was bedeutet Selbstorganisation in der Kunst? Wo wuchert sie und welche Früchte bringt sie hervor? Fördert unabhängiger Wildwuchs kulturelle Nachhaltigkeit? Wie gedeihen alternative Ökonomien in Kulturlandschaften?

Eine Kooperation mit DOCK, der ∑ SUMME Basel und dem Forschungsteam der Hochschule Luzern Design Film Kunst. Initiiert von JUMP AT THE CHANCE, ein Netzwerk-Format des Kulturjahresprogrammes der Haus Oslo Ateliers.

Mehr Infos zu JUMP AT THE CHANCE
Zitat: Mader/Müller, 2023, S.15

【 300 DENKRÄUME, 50 QUADRATMETER 】

Do. 01. Februar – So. 31. März

RAUMINTERVENTION

von Sara Grütter und Lea Kuhn

Do. 28. März

19.00 Uhr

VERNISSAGE

Andere haben riesige Eingangshallen, DOCK hat einen Raum, der viel können muss: Ein Hybrid aus Archiv, Ausstellungsraum, Büro und Ort der Recherche. Das raumgreifende Kunstarchiv spielt dabei eine verbindende und elementare Rolle; denn hier ist das Wissen gespeichert, das DOCK vermittelt, zeigt und verhandelt. Hier befindet sich Potential aus 300 Denkräumen, die sich in Archivboxen verbergen. Wie können sie räumlich greifbar werden? Wie kann das Archiv zu einem physisch-körperlichen Erfahrungsraum werden, der experimentelle Formen der Recherche und Auseinandersetzung mit Kunst ermöglicht?

Können Recherchen im Archiv selbst eine Form von Räumlichkeit erhalten? Wie wird das Archiv zu einem narrativen Ort, einem Raum, der Geschichten erzählt? Welche Atmosphäre, Werkzeuge, Objekte und Infrastrukturen laden Besucher:innen dazu ein, sich im Raum frei zu bewegen und Lust zu bekommen, sich in den Archivboxen zu vertiefen?

Die Künstlerin Sara Grütter und die Szenografin Lea Kuhn werden sich im Frühjahr 2024 den Räumen von DOCK annehmen und das Archiv zum Leben erwecken. Sie experimentieren mit neuen Ordnungssystemen und sprechen immer wieder ganz direkt die vorbeilaufenden Passant:innen durch die grossen Schaufenster an. Zum Ende der mehrwöchigen Arbeits- und Experimentierphase wird das Archiv eine neue physische Form gefunden haben, die das Jahr hinweg als Ausgangspunkt für unser aller Schaffen im DOCK agieren wird.

Lea Kuhn & Sara Grütter
Zeichnung von Sara Grütter