【 OPEN CALL FÜR ALLE ARCHIVMITGLIEDER 】
Do. 22. Januar – Do. 12. Februar
OPEN CALL
In den Schaufenstern von DOCK – dem sichtbarsten Teil des Offspaces – entsteht vom 28. März bis 24. April 2026 eine grosse, kollektive Ausstellung.
Alle Archivmitglieder sind eingeladen, ein Kunstwerk auszustellen. Einzige Vorgabe: Die Arbeit muss an der Scheibe angebracht werden können und die Künstler:innen müssen bereit sein, dass die Werke während der Ausstellung die Besitzer:in wechseln. Denn Teil der Ausstellung ist die erste öffentliche Kunsttauschbörse, bei der alle Werke getauscht werden.
Der Fokus der Ausstellung liegt also nicht primär auf fertigen Arbeiten, sondern darauf, Euch anzuregen, eigene Werke wiederzuentdecken und in kreative Prozesse einzutauchen: Arbeiten, Skizzen oder Fragmente, die liegen geblieben, unvollendet, in Vergessenheit geraten sind oder einfach nie ihren Platz gefunden haben, dürfen hier gezeigt werden.
Am Kunsttausch am 17. April 2026 wird sprichwörtlich geerntet, was zuvor gesät wurde. Beim Höhepunkt der Ausstellung treffen Archivmitglieder auf Passant:innen, Besucher:innen der Ausstellung und Künstler:innen, die noch nicht Teil des DOCK-Archivs sind. Gemeinsam können Werke unkompliziert getauscht werden, womit ein lebendiger Austausch und Gemeinschaft entsteht und die Community von DOCK gestärkt wird.
Alle, die möchten, können mitmachen und Werke der Ausstellung ertauschen: sei es gegen einen persönlichen Gegenstand, eine Dienstleistung oder ein anderes Kunstwerk – dem Ideenreichtum sind keine Grenzen gesetzt. Wer sich für ein Werk interessiert, sucht die Künstler:in des Wunschstücks auf und tritt direkt vor Ort in Verhandlungen. Kommt der Tausch zustande, wird er dokumentiert und für eine weitere Woche in den Schaufenstern ausgestellt. Die übrigbleibenden Relikte der Verhandlungen bleiben sichtbar und setzen ein Zeichen für Begegnung und gegenseitige Wertschätzung.
Ausstellungsdauer: Fr. 28. März – Fr. 24. April
Vernissage: Fr. 27. März, 19 Uhr
Öffentlicher Kunsttausch: Fr. 17. April, 19 Uhr
Abgabetermin für Kunstwerk: Mi. 4. März – Fr. 6. März, jeweils 13.30 – 18.30 Uhr
【 REWRITING REGION 】
Fr. 20. März – Fr. 05. Juni
WORKSHOP
Eine Workshopreihe mit Eva Seck, Monika Dillier, Ana Vujić und Akwasi Glenn Asumadu und dem Q.U.I.C.H.E. Kollektiv
Fr. 20. März
19.00-21.00 Uhr
SCHREIBWORKSHOP IM LITERATURHAUS BASEL
mit Eva Seck und Monika Dillier:
Bestehende Kurztexte, Medienbilder und persönliches Material von Monika Dillier bilden einen Ausgangspunkt, um Migration in Verbindung mit Geschlechterrollen kritisch zu reflektieren.
Fr. 24. April
19.00-21.00 Uhr
SCHREIBWORKSHOP IM LITERATURHAUS BASEL
mit Eva Seck und Ana Vujić:
An diesem Abend werden persönliche Geschichten zu Migration, Mobilität und Alltagserleben im Hier und Dort erkundet und die Vielfalt der transnationalen Biografien der Anwesenden sichtbar gemacht.
Fr. 29. Mai
19.00-21.00 Uhr
SCHREIBWORKSHOP IM LITERATURHAUS BASEL
mit EVA SECK und Akwasi Glenn Asumadu:
Akwasi Glenn Asumadu stösst eine Auseinandersetzung mit Alltagsnarrativen Schwarzer Communities in Basel an. Dabei wird erfahrbar, wie Zugehörigkeit, Migration und regionale Identitäten durch persönliche Perspektiven neu verhandelt werden können.
Fr. 05. Juni
16.00-19.00 Uhr
ZINE-WORKSHOP IM DOCK
Zusammen mit Teilen des Q.U.I.C.H.E. Kollektivs, das Zines als ein wichtiges Medium in seiner eigenen Arbeit verwendet, können die Teilnehmenden die Möglichkeiten von Zines entdecken und bekommen Anregungen zum Gestalten von kleinen Publikationen.
Fr. 26. Juni
19.00 Uhr
VERNISSAGE
Was bedeutet Regionalität? Wie setzt sich eine Region zusammen, wenn wir die vielfältigen Geflechte aus Migration, Erinnerung, Sprache, sozialen Beziehungen und historischen Verschiebungen mitdenken? Dann lässt sie sich nicht länger auf einen geografischen Ort eingrenzen, sondern entfaltet sich als bewegliches Gebilde. Welche Geschichten wir über «unsere» Region erzählen, was dadurch sichtbar, wer unsichtbar gemacht wird, um diese und weitere Themen kreist der Workshop.
Die Workshopabende finden im Literaturhaus Basel statt und werden jeweils von der Autorin Eva Seck und einem:einer Künstler:in geleitet. Die Künstler:innen geben thematische und inhaltliche Inputs. Davon ausgehend entwickelt Eva Seck Schreibimpulse, die in den Workshops bearbeitet werden. Darüber hinaus haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, aufbauend auf den Schreibworkshop einen Zine-Workshop von dem semi-anonymen queeren Kollektiv Q.U.I.C.H.E im Kunstraum DOCK zu besuchen. Die Teilnahme am Zine-Workshop ist optional.
Die Ergebnisse der Workshopreihe werden Teil einer Ausstellung im DOCK sein, die vom 27.06. bis zum 24.07. in den Schaufenstern von DOCK zu sehen sein wird. An der Vernissage findet im DOCK eine kleine Lesung aus den entstandenen Texten statt.
ANMELDUNG
Direkt über das Anmeldeformular oder info@literaturhaus-basel.ch / telefonisch unter +41 (0)61 261 29 50
KOSTEN
CHF 10*
* Wenn es Ihnen nicht möglich ist, die Kursgebühren zu entrichten, legen Sie der Anmeldung bitte ein max. 1-seitiges Motivationsschreiben bei, in dem Sie erläutern, was Sie an dem Thema «ReWriting Region» interessiert und wie sie sich schreibend damit auseinandersetzen wollen.
ANMELDESCHLUSS
Donnerstag, 4. März 2026
Mitwirkende und Biografien:
Kursleitung, Autorin: Eva Seck
Kursleitung, Künstlerin: Monika Dillier
Kursleitung, Künstlerin: Ana Vujić
Kursleitung, Künstler: Akwasi Glenn Asumadu
Zine-Workshop: Q.U.I.C.H.E. Kollektiv
【 Auf eine Q.U.I.C.H.E. im Schaufenster 】
Mi. 30. Juli
17.30-18.30 Uhr
PODCAST
Q.U.I.C.H.E. im Gespräch mit Ruth Buck (Mit-Initiantin des DOCK)
Mi. 06. August
17.30-18.30 Uhr
PODCAST
Q.U.I.C.H.E. im Gespräch mit Natalie Raeber (Mitbegründerin von l-wiki.ch, das Wiki zur Lesbengeschichte der Schweiz)
Mi. 19. November
17.30-18.30 Uhr
PODCAST
Q.U.I.C.H.E. im Gespräch mit Hybrid Project Space – Kollektiv für inklusive Recherche
2025 nimmt das Q.U.I.C.H.E. Kollektiv drei ganz besondere Podcast-Folgen direkt im Schaufenster des DOCK auf – live und für alle besuchbar. Q.U.I.C.H.E. ist ein loses, semi-anonymes Kollektiv von queeren Menschen, die im Dunstkreis der Basler Kulturszene tanzen und ihre Gedanken zu inspirierenden Anlässen und Ausstellungen in Basel sowie Umgebung festhalten möchten. Q.U.I.C.H.E. spricht mit Künstler:innen und Archivar:innen darüber, warum Erinnern politisch ist, und bringen alternative, queere und nicht-normative Perspektiven auf Kultur und kollektive Erinnerung ein. Komm vorbei, schnapp dir ein Stück Quiche, stoss mit rosa Schaumwein an und werde Teil dieses lebendigen Archivs. Am 30. Juli spricht Q.U.I.C.H.E. mit Ruth Buck. Sie ist Mit-Initiantin des DOCK und Q.U.I.C.H.E. interessiert sich für die Praxis des Archivierens aus der Perspektive eines Off-Spaces. Am 06. August spricht Q.U.I.C.H.E. mit Natalie Raeber. Sie ist Mitbegründerin der Website l-wiki.ch. Das L-Wiki ist ein Wiki zur Lesbengeschichte der Schweiz und Q.U.I.C.H.E. interessiert sich für das Sammeln von Geschichten marginalisierter Identitäten. Am 19. November spricht Q.U.I.C.H.E. mit dem Kollektiv Hybrid Project Space, das sich mit inklusiver Recherche beschäftigt. Q.U.I.C.H.E. interessiert sich dafür, was das in der Praxis bedeutet.
Hier könnt ihr auf soundcloud den Podcast hören:
Auf eine Q.U.I.C.H.E. im Schaufenster - Folge 1 - Ruth Buck
Auf eine Q.U.I.C.H.E. im Schaufenster - Folge 2 - Natalie Raeber
Auf eine QUICHE im Schaufenster - Folge 3 - Hybrid Project Space (englisch)
【 Kunst als Katalysator: DOCK im Beratungsprozess mit Hybrid Project Space 】
Mi. 01. Januar
DIVERSITÄT
In der konkurrenzbetonten Kunstwelt und den limitierten Ausstellungsmöglichkeiten, die wir Künstler:innen bieten können, um Sichtbarkeit zu erlangen, wollen wir bestehende Unsichtbarkeiten bestimmter Personengruppen nicht weiter verstärken.
In den kommenden Jahren möchten wir daher bestehende Ausschlussmechanismen von gesellschaftlich diskriminierten Gruppen innerhalb unseres Kunstraums reflektieren und gezielte Massnahmen einleiten, um DOCK – ganz im Sinne der vorhandenen Bestrebungen und des internen Leitfadens – zugänglicher zu machen.
„Regional neu denken - gemeinsam mit jenen, die sich bisher ausgeschlossen fühlten.“ (Hybrid Project Space im Rahmen der Beratungssitzungen, 2025)
Verankert in einem lebendigen und vielsprachigen Quartier möchte DOCK den Fokus dabei auf die Schweiz als Migrationsgesellschaft legen und darauf, wie das Archiv und der Kunstraum sowohl für die internationalen, als auch migrantischen Künstler:innen Basels und für die vielfältigen Stimmen des unmittelbaren Quartiers geöffnet werden kann. Wir wollen herausfinden, ob und wie wir die bestehenden Initiativen im Quartier in unserem Programm abbilden, unseren Raum für Kollaborationen öffnen und unser Ausstellungsprogramm, sowie die Jahresthemen für die Nachbarschaft relevant machen können. Uns ist bewusst, dass die Kunstszene selbst schon Barrieren für marginalisierte Bevölkerungsgruppen aufweist und Hürden für Personen aus einkommensschwachen Elternhäusern oder mit Migrationsgeschichte bereithält. Daher ist eines unserer Ziele auch, jungen Erwachsenen durch neue Vermittlungsprogramme Einblicke in die Kunstwelt zu geben und einen niederschwelligen Zugang zu dieser zu ermöglichen.
Um diese Ziele auch tatsächlich zu verwirklichen arbeiten wir aktuell für einen Zeitraum von 3 Jahren mit der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia zusammen, die uns dabei unterstützt gemeinsam mit Expert:innen eine kritische Selbstverortung vorzunehmen und Visionen für die Zukunft zu entwerfen.
Tatkräftig beraten werden wir hierbei von den Expertinnen Kapi Kapinga Grab, dem Kollektiv Hybrid Project Space und Yasmin Afschar.
【 Abweichungen von den Öffnungszeiten 】
Sa. 20. Dezember
RECHERCHE
Während der Fasnacht (25. Februar 2026) bleibt das DOCK zu.
Bild: «ArtDocken» Impulsprojekt des RU Kollektivs, 2025 - In Kollaboration mit dem Wirtschaftsgymnasium Basel
Foto: Baran Ceylan