【 DOCK 】Kunstraum

【 Closed Circuit 】

Fr. 06. August – So. 26. September

ARTISTS' WINDOW

Ausstellung von Sara Grütter, Chris Hunter und Nika Timashkova

Do. 05. August

18.30 Uhr

VERNISSAGE

mit Soundperformance von Lea Rüegg

Do. 09. September

18.30 Uhr

ARTIST TALK

mit einer Speed Speech von Doris Gassert, Medienwissenschaftlerin

Die Ausstellung ‹Closed Circuit› erweitert den aus der Elektronik stammenden Begriff des geschlossenen Schaltkreises um gesellschaftliche Dimensionen und lotet die Grenzen zwischen Innen und Aussen, Abgrenzung und Schutz aus. Die drei Kunstschaffenden haben neue malerische und installative Werke entwickelt, welche sich im Dialog zu einer ortsspezifischen Gemeinschaftsarbeit verbinden.

Der Ausstellungsraum von DOCK zeichnet sich durch seine grossen Schaufenster aus. Diese erlauben den Passant*innen schlendernd die Kunst zu betrachten, umgekehrt kann von Innen die belebte Strasse in Kleinbasel beobachtet werden. Dies veranlasste Chris Hunter, an der bei seinem Aufenthalt in Buenos Aires begonnenen Werkreihe, weiterzuarbeiten. Bei seinen Streifzügen durch die fremde Stadt entdeckte er eine Vielfalt an individuell gestalteten Fenstergittern. Die Formen dieser Gitterstrukturen oszillieren zwischen Schönheit und Abschreckung und inspirierten ihn zu einer Reihe aus Holz gefertigten Objekten, die zugleich schützen und trennen.

Bei Sara Grütter fungieren die Fenster nicht nur als Membran zwischen dem Innen und Aussen, sondern werden selbst zum Medium. Sie dienen ihr als Druckplatte für ihre Monotypien und sind zugleich Bildträger. Spuren des Entstehungsprozesses der Drucke – der sogenannte Geist – bleiben auf den Scheiben sichtbar, während die Drucke im Innern ausgestellt sind. Die Motive, welche die Verflechtung von inneren und äusseren, physischen und geistigen Räumen visualisieren, entstanden einerseits im Vorfeld durch recherchierendes Zeichnen. Anderseits greift sie im Verlauf des Ausstellungsaufbaus Linien und Formen aus der Umgebung, sowie aus den Arbeiten von Nika Timashkova und Chris Hunter auf.

Nika Timashkova verweist in ihrem Werk «KOMBI_NATIONS» auf ihre Wurzeln: Eine Tracht, die Symbole und Formen aus der Ukraine, der Schweiz und Usbekistan aufnimmt und kombiniert. Die Tracht schafft mittels des ursprünglich aus Persien stammenden Paisleymusters, das in allen «traditionellen» Kleidungsstücken der drei Nationen zu finden ist, eine Verbindung. So ziert das Paisleymotiv das schweizerische Glarnertüechli, die floralen Schals der Ukraine und usbekische Mäntel. Die Künstlerin zeigt auf, dass Traditionen und Identitäten keine stabilen Gebilde, sondern fluid sind, und dass Ideen und Formen zirkulieren.

Die drei Kunstschaffenden haben sich dafür entschieden ihre Arbeiten während des Aufbaus weiterzuentwickeln und zu einer Gesamtinstallation zu verbinden. Dieser Impuls, die Werkgrenzen bewusst aufzubrechen, steht im Zusammenhang mit der Coronakrise, die viele gesellschaftliche «Closed Circuits» produziert und dazu führt, dass zwischenmenschliche Grenzen klarer definiert werden.

Projektverantwortliche: Eveline Schüep und Simone Flüeler

Bildnachweis: Nika Timashkova, Chris Hunter und Sara Grütter

【 The Green Reset 】

Do. 30. September

19.00 Uhr

ONE NIGHT

Die Raumintervention von Josefina Leon wird bis So 3. Oktober zu sehen sein

COVID-Zertifikatspflicht für Personen ab 16 Jahren

In naher Zukunft ist die Bauindustrie übersättigt. Skrupellos und ohne soziales oder ökologisches Bewusstsein hat sie nie aufgehört zu bauen, zu wachsen und zu expandieren. The Green Reset ist eine Spekulation über eine Stadt der Zukunft, in der Architektur und Landschaft einer neuen, künstlichen Ökologie Gestalt geben. Wie sieht dieses Szenario zwischen Utopie und Dystopie aus? Wuchert ein grünes Netz über die Innen- und Außenräume und wird die Stadt, ohne es zu merken, zum grünen und fließenden Inneren einer Baustelle?

Josefina Leon ist eine in Basel lebende peruanische Künstlerin. In ihrer Praxis zieht sie es vor, sich alternative Gesellschaften vorzustellen. Diese Vorstellungen basieren auf persönlichen Erfahrungen und Untersuchungen von Orten, die sie durchquert hat. Mittels Zeichnungen, Video, Schrift, Modellen und Installationen reflektiert sie das Verhältnis zwischen Raum und Architektur und deren affektiven und ideologischen Beziehungen.

Bildnachweis: Josefina Leon

【 Quirky Objects 】

Fr. 15. Oktober – Mo. 29. November

ENTER

Ausstellung von Livia Müller

Do. 14. Oktober

19.00 Uhr

VERNISSAGE

mit einer Speed Speech von Andrea Fortmann, Künstlerin

COVID-Zertifikatspflicht für Personen ab 16 Jahren

Die Künstlerin Livia Müller verwandelt Objekte aus unserem Alltag so, dass sie den Anschein erwecken ein Eigenleben zu führen. In ihrer Ausstellung begegnen wir vertrauten Gegenständen wie Massbändern und Abfalleimern, die in Bewegung gesetzt werden oder eine direkte Interaktion mit den Betrachtenden eingehen. Besucher*innen haben die Möglichkeit, Einfluss auf gewisse Bewegungsmuster zu nehmen um mit den Objekten in Verbindung zu treten. Dabei interessieren die Künstlerin insbesondere bekannte und alltägliche Objekte, welche sie gekonnt in einen neuen Kontext stellt um neue Betrachtungsweisen zu eröffnen.

Livia Müller generiert einen eigenen Kosmos aus elektronisch zum Leben erweckten Gegenständen. Sie untersucht die Eigenschaften der Dinge und verbindet diese mit elektronischen Möglichkeiten. Die daraus entstehenden, sich bewegenden Objekte erhalten einen sehr körperlichen und eigensinnigen Charakter. So beschiessen sich Seifenblasenmaschinen gegenseitig, Mülleimer atmen auf, und Massbänder versuchen mit uns in einen Dialog zu treten.

Und obwohl die Arbeiten klare Strukturen und Formen aufweisen, ist nicht immer alles absehbar – die Künstlerin lässt bewusst Raum für spontane, überraschende und zufällige Momente. Dies gibt den Werken die Möglichkeit ihren eigenen Charakter zu stärken und uns als «eigenwillige» Wesen gegenüber zu stehen.

Projektleitung: Nicole A. Wietlisbach und Rebekka Moser

Bildnachweis: Livia Müller

【 United Doughs 】

Fr. 15. Oktober

14.00-20.00 Uhr

TANDEM-SATELLIT

Workshop mit dem feministischen Fermentier-Kollektiv fffff

Treffpunkt: Im Pilz Welle Lust | Art Space
Building K-102, Klybeckstrasse 141, 4057 Basel

COVID-Zertifikatspflicht für Personen ab 16 Jahren

Der Tandem-Satellit «United Doughs» dockt in der Pilzwelle Lust im Rahmen der «Lustklubschule – Lernen von Lust» an.

A dough
plus one dough
they are not two doughs;
They are united doughs.
Join your dough
to our dough
so that the world is not
in few hands
but in all doughs.

Das Kollektiv fffff von Leah Nehmert, Mariana Murcia und Laurie Mlodzik lädt zum Sauerteig Nachmittag ein. Gemeinsam werden nach unterschiedlichen Rezepten, Gerichte aus Sauerteig zubereitet und gegessen. Indem fffff mit Fermentationsprozessen arbeitet, erforschen sie die Welt um uns herum. Sie lernen Kulturen anzulegen und mit Wesen auf anderen Lebens- und Zeitskalen zu koexistieren und zu kooperieren.

Während dem Workshop gilt neu eine Zertifikatspflicht für Personen ab 16 Jahren. Wir bitten Sie deshalb, Ihr COVID-Zertifikat sowie Ihren Personalausweis/ID beim Eingang vorzuweisen.

Bildnachweis: fffff