【 DOCK 】Kunstraum

【 Wortwelt II 】

Do. 16. Mai

19.00 Uhr

ONE NIGHT

«Strichstärke – Projekte zur Zeichnung»

WORTWELT II, ein Projekt von Strichstärke, präsentiert Künstlerinnen und Künstler, die sich mit Schrift und Wort in ihren Zeichnungen/Filmen auseinandersetzen. Während der ONE NIGHT werden in den Fenstern von DOCK Arbeiten von Katja Butt, Christine Fausten, Karin Hochstatter, Parvez und Filmprogramm mit Matthias Beckmann, Katja Butt, Harald Busch, Gundi Feyrer, Karin Hochstatter, Annebarbe Kau, Leon Monschauer, Parvez, Ingrid Roscheck, Manfred Schneider, Gian-Andri Töndury zu sehen sowie Musik von Christine Fausten zu hören sein.

Das «Zeichnen» ist mit dem «Zeichen» etymologisch verwandt. Auch kommt man vom «Bezeichnen» leicht zur Sprache, zum Wort. Im künstlerischen Kontext wird die Uneindeutigkeit des sprachlichen Zeichens sichtbar, mit der An- und Abwesenheit von Bedeutung gespielt. Es kommt zu Brüchen, Sprüngen, Assoziationen und Querverbindungen, die in WORTWELT II auf vielfältige Weise und visuell poetisch sichtbar werden. In den Filmen kommt die Stimme als weiteres Instrument hinzu. Die Schrift, der Text erfährt eine Verkörperung, nicht nur auf der Fläche, sondern auch durch den Klang. Es geht um ein Spiel mit Worten, ein anderes Schreiben, ein anderes Sagen, ein anderes Zeigen.

Die Reihe «Strichstärke – Projekte zur Zeichnung» wurde 2017 in Köln initiiert. Die offen kuratierten Präsentationen finden an wechselnden Orten statt. Der Fokus liegt auf dem Thema Zeichnung. Die bisherigen Ausstellungen nahmen vor allem das Beiläufige, Skizzenhafte der Zeichnung in den Blick. Strichstärke legte den Schwerpunkt auf die Bewegung: zeichnerische Arbeiten in vier Dimensionen – vom Standbild im Raum zum Bewegtbild in der Zeit. Die verschiedenen Aktivitäten werden begleitet von Filmprogrammen sowie einem Podcast mit Gesprächen zur Zeichnung. In 2024 steht die überregionale Kooperationen im Mittelpunkt, diesmal in Kooperation mit der Basler Künstlerin Christine Fausten.

www.strichstärke.com

Zeichnung von Katja Butt

【 UNTITLED 】

Mo. 03. Juni – Mo. 01. Juli

INTERVENTION

von marsie

Fr. 14. Juni

20.00 Uhr

RE/VISION

Do. 27. Juni

20.00 Uhr

EXIT

In unserer künstlerischen Praxis geht es um die Förderung und Vermittlung von ephemerer Kunst im öffentlichen Raum und deren Repräsentation im Innenraum als kollektive künstlerische Praxis. Gerade diese Verbindung ist es, die transformativer Kunst eine gesellschaftspolitische Relevanz zuweist, denn so kann – vielleicht auch nur für einen Moment – innerhalb der Vertreter:innen einer pluralistischen Gesellschaft eine Gemeinschaft entstehen, die idealerweise auch die Kultureinrichtung einbezieht.

Im DOCK werden marsie (Marianne Papst und Simone Etter) mit verschieden Fensterinterventionen und performativen Interaktionen das Innen mit dem Aussen vernetzen. Ähnlich einer Spinne, die ihr Netz in einer Y Achse von drei Punkten ausgehend spinnt, vernetzt marsie diskursiv/methodisch/kollektiv, künstlerische Positionen mit öffentlicher Meinungsäusserung und lauert gespannt auf mögliche Beute.

Bild von marsie

【 FUTURE ARCHIVE 】

Mo. 01. Januar – Di. 31. Dezember

RECHERCHE

Als schweizweit einzigartige Plattform ermöglicht DOCK seit nun über 10 Jahren niederschwellige und kritische Zugänge zur zeitgenössischen Kunst in Basel und Region. Im direkten Austausch mit unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, ob Fachpublikum oder Quartierbevölkerung, agiert DOCK als Informationsplattform und lädt Interessierte dazu ein, sich im Archiv und bei Ausstellungen über das aktuelle Kunstschaffen der Region zu informieren, bei Diskursveranstaltungen in einen direkten Kontakt mit Künstler:innen zu treten und bei Vermittlungsprojekten selbst eine aktive Rolle einzunehmen.

Nach vielen Jahren der organischen Entwicklung ist es an der Zeit, die gewachsenen Strukturen nach ihrer Aktualität hinzubefragen und eine Phase der Transformation anzustossen. Unter dem Titel «Future Archive» geht es in den kommenden drei Jahren an die Wurzel von DOCK: das zeitgenössische Kunstarchiv. In einem künstlerischen und kollektiven Erforschungsprozess möchten wir herausfinden, wie sich ein lebendiges Kunstarchiv der Zukunft entfalten kann. Dabei sollen insbesondere auch das transdisziplinäre Netzwerken, die partizipative Co-Kreation und der eigene Anspruch an Diversität gestärkt werden. Mit konstanten Dienstleistungen, in neuen Formaten und durch experimentelle Vermittlungsgefässe tragen immer wieder neue Personen ihre Perspektiven bei, bringen sich in die Programmgestaltung ein.

Im 2024 liegt der Fokus auf der Stärkung von DOCK als hybride Netzwerkplattform. Dabei steht die Rolle derjenigen im Fokus, die das Archiv für die Recherche nutzen und die Frage, wie diese die künstlerischen Positionen, die sich in den Boxen versammeln, vollumfänglich erfahren können. Künstler:innen, kreative Archivar:innen, Forschende und Interessierte kommen in diesem Jahr zusammen, um vielfältige und eigene Formen des Archivierens und dessen Vermittlung miteinander zu teilen.

Zeichnung von Sara Grütter