【 Region of Grief – Archiving Empathy von Zanbagh Lotfi 】
Fr. 25. September – Fr. 23. Oktober
IN PROCESS
Do. 24. September
19.00 Uhr
VERNISSAGE
Im Jahr 2022 verlor Helia, eine junge persische Leopardin, eines ihrer Jungen bei einem Verkehrsunfall. Mehrere Tage lang kehrte sie an denselben Ort zurück und rief nach ihrem Jungen. In denselben Wochen, während landesweiter Proteste im Iran, verloren viele Mütter ihre Kinder durch staatliche Gewalt.
In Helias Rückkehr und ihrer Stimme überschreitet die Trauer die Grenze zwischen den Arten und wird zu etwas, das man spüren, miterleben und teilen kann.
Das Projekt beginnt mit dieser Geste der Rückkehr. Ein Ort wird zum Ort der Erinnerung, wenn Menschen dorthin zurückkehren – durch Abwesenheit, Erinnerung und Verbundenheit.
Als Künstler:in mit einer diasporischen Lebensrealität, interessiert sich Zanbagh für Orte, die von verschwindenden Präsenzen, zurückkehrenden Erinnerungen und Bindungen geprägt sind, die auch dann Bestand haben, wenn sie unsichtbar sind.
Durch Malerei, Bild und Installation schafft das Projekt eine affektive Landschaft – nicht, um Trauer darzustellen, sondern um ihr zuzuhören und ihr Raum zu geben.
【 CONNECTING DOTS 】
Sa. 07. November – Fr. 04. Dezember
AUSSTELLUNG
Fr. 06. November
19.00 Uhr
VERNISSAGE & WEBSITE-LAUNCH
Was passiert mit einer Skizze, einem Fragment oder einer Arbeit, die nie vollendet wurde? In der Gruppenausstellung CONNECTING DOTS werden solche losen Objekte aus den Ateliers der teilnehmenden Künstler:innen sichtbar: Arbeiten, die liegen geblieben, verworfen, vergessen oder bewusst offen geblieben sind. Sie erzählen von Experimenten, Umwegen und Ideen, die sonst im Verborgenen bleiben, und eröffnen einen unmittelbaren Einblick in künstlerische Prozesse. Die Ausstellung bildet den Abschluss des diesjährigen Netzwerkformats PEER TO PEER.
PEER TO PEER ist ein Community- und Netzwerkformat von Visarte Basel und DOCK, das Künstler:innen durch gegenseitige Atelierbesuche miteinander verbindet. 2026 wurde das Projekt erstmals auf die Dreiländerregion ausgeweitet: Künstler:innen aus Basel, dem Elsass und Baden tauschen sich über Arbeitsweisen, Erfahrungen, Ressourcen und Herausforderungen aus. Aus diesen Begegnungen entstehen neue Verbindungen zwischen Menschen, Ideen und künstlerischen Praktiken. Im Anschluss zur Ausstellung CONNECTING DOTS findet unter den Teilnehmenden ein interner Kunsttausch statt, der den Blick von aussen auf die eigene Arbeit ermöglicht, gegenseitige Wertschätzung fördert und neue Impulse für die eigene Praxis schafft.
Als neues digitales Angebot wird an der Vernissage zudem die Tauschplattform SUCHE / BIETE für Künstler:innen lanciert. Sie ist das Ergebnis des letztjährigen PEER TO PEER-Formats und führt den Gedanken des Austauschs digital fort. Künstler:innen können dort anbieten, was sie teilen möchten (etwa Fähigkeiten, Wissen, Materialien, Werkzeuge oder Unterstützung) und gleichzeitig nach dem suchen, was sie für ihre eigene Arbeit benötigen. Die Idee ist einfach: Was hast du, was ich brauche, und was kann ich dir dafür anbieten? Mit der Lancierung von SUCHE / BIETE am 6. November wird ein digitaler Austausch für alle Künstler:innen zugänglich. Die Plattform schafft damit eine niederschwellige Künstler:innen-Infrastruktur für gegenseitige Unterstützung, Skillsharing und Kooperation. Damit wird die Vernissage von CONNECTING DOTS selbst zum Ausgangspunkt neuer Verbindungen zwischen Arbeiten, Künstler:innen, Fähigkeiten und Ideen.
Ausstellende Künstler:innen: Emilie Picard, Geremia Kuzko Mangione, Gin Bahc, stefanson, Daniela Müller, Anna Byskov, Valeria Leiva, Yota Tsotra, Zeynep Deniz Çalışkan, Gabriella Disler, Claudia Eichenberger, Isabel Pastor, Pascale Grau, Aiia Gonchar, Lucinda Tanner, Elsbeth Gyger, Marianne Muller, Anjuli Rebecca Theis, Yvonne Thomann, Daniel Felber, Lea Fröhlicher, Cécile Tonizzo, Selina Gasser, STuTZ, Alexandra Vom Endt, Sarah Valérie Steiner, Willi Paul Paulussen alias Para Dada, Katrin Heister, Veronika Geiger, Léna Lacrabère Romand, Annegret Eisele, Vanessa Leuthardt, Tjefa Wegener, Salome Jokhadze, Andre Aebi
© Abb. 1-2: Anita Moser
【 Auf eine Q.U.I.C.H.E. im Schaufenster 】
Mi. 30. Juli
17.30-18.30 Uhr
PODCAST
Q.U.I.C.H.E. im Gespräch mit Ruth Buck (Mit-Initiantin des DOCK)
Mi. 06. August
17.30-18.30 Uhr
PODCAST
Q.U.I.C.H.E. im Gespräch mit Natalie Raeber (Mitbegründerin von l-wiki.ch, das Wiki zur Lesbengeschichte der Schweiz)
Mi. 19. November
17.30-18.30 Uhr
PODCAST
Q.U.I.C.H.E. im Gespräch mit Hybrid Project Space – Kollektiv für inklusive Recherche
2025 nimmt das Q.U.I.C.H.E. Kollektiv drei ganz besondere Podcast-Folgen direkt im Schaufenster des DOCK auf – live und für alle besuchbar. Q.U.I.C.H.E. ist ein loses, semi-anonymes Kollektiv von queeren Menschen, die im Dunstkreis der Basler Kulturszene tanzen und ihre Gedanken zu inspirierenden Anlässen und Ausstellungen in Basel sowie Umgebung festhalten möchten. Q.U.I.C.H.E. spricht mit Künstler:innen und Archivar:innen darüber, warum Erinnern politisch ist, und bringen alternative, queere und nicht-normative Perspektiven auf Kultur und kollektive Erinnerung ein. Komm vorbei, schnapp dir ein Stück Quiche, stoss mit rosa Schaumwein an und werde Teil dieses lebendigen Archivs. Am 30. Juli spricht Q.U.I.C.H.E. mit Ruth Buck. Sie ist Mit-Initiantin des DOCK und Q.U.I.C.H.E. interessiert sich für die Praxis des Archivierens aus der Perspektive eines Off-Spaces. Am 06. August spricht Q.U.I.C.H.E. mit Natalie Raeber. Sie ist Mitbegründerin der Website l-wiki.ch. Das L-Wiki ist ein Wiki zur Lesbengeschichte der Schweiz und Q.U.I.C.H.E. interessiert sich für das Sammeln von Geschichten marginalisierter Identitäten. Am 19. November spricht Q.U.I.C.H.E. mit dem Kollektiv Hybrid Project Space, das sich mit inklusiver Recherche beschäftigt. Q.U.I.C.H.E. interessiert sich dafür, was das in der Praxis bedeutet.
Hier könnt ihr auf soundcloud den Podcast hören:
Auf eine Q.U.I.C.H.E. im Schaufenster - Folge 1 - Ruth Buck
Auf eine Q.U.I.C.H.E. im Schaufenster - Folge 2 - Natalie Raeber
Auf eine QUICHE im Schaufenster - Folge 3 - Hybrid Project Space (englisch)
【 Kunst als Katalysator: DOCK im Beratungsprozess mit Hybrid Project Space 】
Mi. 01. Januar
DIVERSITÄT
In der konkurrenzbetonten Kunstwelt und den limitierten Ausstellungsmöglichkeiten, die wir Künstler:innen bieten können, um Sichtbarkeit zu erlangen, wollen wir bestehende Unsichtbarkeiten bestimmter Personengruppen nicht weiter verstärken.
In den kommenden Jahren möchten wir daher bestehende Ausschlussmechanismen von gesellschaftlich diskriminierten Gruppen innerhalb unseres Kunstraums reflektieren und gezielte Massnahmen einleiten, um DOCK – ganz im Sinne der vorhandenen Bestrebungen und des internen Leitfadens – zugänglicher zu machen.
„Regional neu denken - gemeinsam mit jenen, die sich bisher ausgeschlossen fühlten.“ (Hybrid Project Space im Rahmen der Beratungssitzungen, 2025)
Verankert in einem lebendigen und vielsprachigen Quartier möchte DOCK den Fokus dabei auf die Schweiz als Migrationsgesellschaft legen und darauf, wie das Archiv und der Kunstraum sowohl für die internationalen, als auch migrantischen Künstler:innen Basels und für die vielfältigen Stimmen des unmittelbaren Quartiers geöffnet werden kann. Wir wollen herausfinden, ob und wie wir die bestehenden Initiativen im Quartier in unserem Programm abbilden, unseren Raum für Kollaborationen öffnen und unser Ausstellungsprogramm, sowie die Jahresthemen für die Nachbarschaft relevant machen können. Uns ist bewusst, dass die Kunstszene selbst schon Barrieren für marginalisierte Bevölkerungsgruppen aufweist und Hürden für Personen aus einkommensschwachen Elternhäusern oder mit Migrationsgeschichte bereithält. Daher ist eines unserer Ziele auch, jungen Erwachsenen durch neue Vermittlungsprogramme Einblicke in die Kunstwelt zu geben und einen niederschwelligen Zugang zu dieser zu ermöglichen.
Um diese Ziele auch tatsächlich zu verwirklichen arbeiten wir aktuell für einen Zeitraum von 3 Jahren mit der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia zusammen, die uns dabei unterstützt gemeinsam mit Expert:innen eine kritische Selbstverortung vorzunehmen und Visionen für die Zukunft zu entwerfen.
Tatkräftig beraten werden wir hierbei von den Expertinnen Kapi Kapinga Grab, dem Kollektiv Hybrid Project Space und Yasmin Afschar.