【 CPTED von Oleksandr Holiuk 】
Fr. 15. August – So. 31. August
AUSSTELLUNG
Bei Ankunft bitte anrufen oder klopfen, um Zugang zur Ausstellung zu erhalten.
Do. 14. August
19.00 Uhr
VERNISSAGE
Oleksandr Holiuk beschäftigt sich in seinem Projekt «CPTED» mit dem Verhältnis zwischen DOCK und dessen städtischen Umfeld – insbesondere der Klybeckstrasse und dem Matthäusquartier. Dabei geht es auch um die Rolle von Kunst- und Kulturorten im Zusammenhang mit Gentrifizierung und Kontrollmechanismen im urbanen Raum, durch die bestimmte Gruppen überwacht, verdrängt oder ausgeschlossen werden. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie der Kulturbetrieb häufig auf genau jene kriminalisierten Netzwerke prekärer (oft migrantischer) Arbeit angewiesen ist, die er selbst mitverdrängt oder kontrolliert.
CPTED (Crime Prevention Through Environmental Design – Kriminalprävention durch Umweltgestaltung) ist ein Bündel von Strategien zur Abschreckung krimineller Aktivitäten im öffentlichen Raum durch Massnahmen der baulichen und gestalterischen Planung. Das Konzept entstand in den 1970er-Jahren im Bereich der Kriminologie und Stadtplanung in den USA und wurde seither von Polizei- und Stadtplanungsbehörden in verschiedenen Ländern übernommen – vor allem in den USA und England, aber auch in Deutschland1 und der Schweiz (zum Beispiel wurden CPTED-Prinzipien bei der Planung des Aeschbachquartiers in Aarau angewendet2).
Der zentrale Gedanke von CPTED ist, dass die gebaute Umgebung selbst das Potenzial hat, die Kriminalitätsrate zu senken, indem sie in den Augen potenzieller Täter das Risiko der Entdeckung und Festnahme erhöht. Dies kann durch bessere Sichtverhältnisse und durch Selbstkontrolle innerhalb der Gemeinschaft erreicht werden. So empfehlen die CPTED-Richtlinien beispielsweise transparente Erdgeschossfassaden, den Verzicht auf massive Rollläden vor Schaufenstern, freie Sicht auf die Strasse aus dem Inneren von Wohngebäuden, gezielten Lichteinsatz zur Beseitigung dunkler Ecken, die Nutzung von Passanten- oder Fahrzeugverkehr als natürliche Überwachung sowie die Nähe zu Kunst- oder Kultureinrichtungen.
1 https://www.zuhause-sicher.de/...
2 https://www.srf.ch/sendungen/k...
Bei Ankunft bitte anrufen oder klopfen, um Zugang zur Ausstellung zu erhalten.