【 SOAP von Alexandra vom Endt 】
Fr. 24. Oktober – Do. 13. November
EINZELAUSSTELLUNG
Do. 23. Oktober
19.00 Uhr
VERNISSAGE
Do. 06. November
19.00 Uhr
PERFORMANCE & WERKGESPRÄCH
Do. 13. November
16.00 Uhr
FINISSAGE
mit der Künstlerin
Was bedeutet es, die Welt nicht nur zu denken, sondern sie körperlich zu erfahren – durch Bewegung, Berührung, Wiederholung? Alexandra vom Endt interessiert sich für die Verbindung von Material, Erinnerung und Körper. Ausgangspunkt ist dabei oft die Geste: Gewachstes Papier wird geknickt, geknüllt, gefaltet oder bombiert. Bewegungen werden sichtbar gemacht, Grenzen ausgelotet. Wie viel Stabilität ist möglich, bevor die Gravitation grosse Werke in sich zusammensinken lässt? Das monotone Wachsen der riesigen Papierbahnen katapultiert die Künstlerin unversehens in die Vergangenheit: Als junge Frau steht sie in der Hotelwäscherei ihrer Eltern, führt mit ausgestreckten Armen die feuchten Leintücher in die Mangel, hebt die zerknüllten Stoffe aus der Winde, glättet, stapelt, ordnet… Ihre Muskeln haben die repetitiven Bewegungsabläufe gespeichert, die Erinnerung in ihre Fingerkuppen gebrannt. Ganz glatt ist auch heute die Haut beim Hantieren mit dem Wachs… vage zeichnen sich vor ihrem inneren Auge Wäscheberge vor den Hotelzimmern ab; liegt auch jede Seife am richtigen Ort?
Für die Ausstellung im DOCK nimmt Alexandra vom Endt diese Erinnerungssplitter wieder auf. Die gezeigten Objekte zeigen keine reale Situation, sondern eine Meditation über Zeit, Erinnerung und die Kraft des Körpers, die Vergangenheit lebendig zu halten, lange bevor wir sie bewusst greifen können. Die betrachtende Person wird eingeladen, ihre eigenen Bezüge zu schaffen und sich auf das formale Spiel mit der Transparenz und der Erscheinungsform des Materials einzulassen. Seit geraumer Zeit beschäftigt sich die Künstlerin mit dieser Untersuchung von Erinnerungsmechanismen, gepaart mit repetitiven Aufgabenstellungen. Dabei schätzt sie das meditative Moment, das es ihr ermöglicht, sich auf vielfältige Weise zwischen kritischer Betrachtung des Zeitgeschehens und Privatem zu bewegen. So entwickelte sie auch die gleichnamige Performance, welche die Ausstellung ergänzt.